Die neue Bücher-Inquisition: Lasst uns doch lesen, was wir wollen!

vor 7 Monaten

Die neue Bücher-Inquisition: Lasst uns doch lesen, was wir wollen!
Bildquelle: NiUS

Das Bücher-Verbot kommt manchmal auf leisen Sohlen. Wer in Deutschland gerne konservative Bücher liest, hat vor allem in Großstädten seine Schwierigkeiten.

NIUS-Autor Björn Harms zum Beispiel mit seinem Bestseller „Der NGO-Komplex“ ist in woken Buchhandlungen migrantischer Bezirke wie Berlin-Kreuzberg nicht in den Regalen zu finden. „Solche Bücher führen wir nicht“, sagt die Oberbuchhändlerin. „Solche Bücher“ – das sind die nicht-linken, nicht-woken, aber sehr erfolgreichen Bücher namhafter Autoren konservativer Provenienz. Und genau diesen soll es jetzt an den Kragen gehen, wenn man es zurückhaltend formuliert.

Die Bibliothek des Konservatismus, eine von staatlichen Förderern unabhängige Büchersammlung im Berliner Stadtteil Charlottenburg, soll ab kommendem Jahr aus dem Bibliotheksverbund der norddeutschen Bundesländer ausgeschlossen werden. Was klingt wie ein bürokratischer Routinevorgang, wird für die Bibliothek ernste Folgen haben, berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Damit ist ihr Bestand, der mittlerweile 35.000 Bücher umfasst, von der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend abgeschnitten. Die katalogisierten Werke konservativer Vordenker und Theoretiker sind für Interessierte kaum noch auffindbar. Sie werden aus dem Gedächtnis des staatlichen Bibliotheksverbunds gelöscht.

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