Nicht nur in Berlin und anderen deutschen Städten hat das beginnende Jahr wieder zu „kriegsähnlichen Zuständen“ (laut Rettungskräften) geführt. In Bielefeld experimentierten sich zwei Jugendliche in den Tod. In Berlin soll es 2340 Einsätze in zwölf Stunden gegeben haben, woraus 800 Ermittlungsverfahren resultierten. In Hamburg wurden zehn Polizisten verletzt und hatten es mit 1398 Einsätzen zu tun. In Leipzig und Berlin mussten Wasserwerfer eingesetzt werden.
Aber auch im (west-)europäischen Ausland sah es nicht besser aus. In Amsterdam geriet ein historischer Kirchenbau aus dem 19. Jahrhundert derart unter Beschuss, dass er bis auf die Außenmauern ausbrannte. Anwohner fühlen sich an die Kathedrale Notre-Dame in Paris erinnert, die um einiges größer, kunsthistorisch sicher um einiges bedeutender ist. Zudem war die Amsterdamer Vondelkirche, unweit des Grachtenrings gelegen, schon seit Jahrzehnten profaniert. Aber es ist doch der gleiche fahrlässige Umgang mit dem architektonischen Erbe des Christentums, das auch hier auffällt. Auch in den Niederlanden sprach die Polizeigewerkschaft von einer „beispiellosen Welle der Gewalt“, mit Molotowcocktails, die auch auf Polizisten geworfen wurden.
Wer dieser Tage nach Brüssel fährt, kann sich mit eigenen Augen von einer Atmosphäre der Angst, des Misstrauens zumindest überzeugen. Man muss sich nur einen Straßenzug zuviel von den Gebäuden der Kommission oder des Europaparlaments entfernen, um die andauernde, unbestreitbare Fremdheit der meist muslimischen Zuwanderer zu empfinden. Diese Straßenzüge sind folglich von Misstrauen geprägt, das natürlich vor allem dem gilt, der fremd erscheint. Auffällig ist zudem, wie viele der Alteingesessenen hier mit Hunden spazieren gehen.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











