Die Umsetzung der Reform des „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ (GEAS) wird Deutschland 86 Millionen Euro kosten. Im „Nationalen Implementierungsplan“ des Innenministeriums wird ausgeführt, dass neue Software, die Anschaffung neuer Geräte und Fahrzeuge 86 Millionen Euro kosten wird, wie Bild berichtet. Darüber hinaus rechnet die Regierung mit laufenden Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro zur Umsetzung des Europäischen Asylsystems.
In dem 102-seitigen Bericht heißt es: „Deutschland verfügt bislang im Bereich Migration und Asyl über keine übergreifende Notfallplanung“. Zukünftig sollen Farbkopien der Ausweisdokumente von Asylbewerbern erstellt werden. Allein für die Anschaffung neuer Scanner müsste die Bundespolizei 126.000 Euro zahlen. Neben einem Scan der Ausweisdokumente müssen künftig Fotos gemacht und Fingerabdrücke genommen werden. All diese Daten sollen an das EU-Asylsystem übermittelt werden.
Um die zahlreichen neuen Aufgaben bewältigen zu können, brauchen die Behörden 380 neue Räume für 8,1 Millionen Euro. Außerdem müssen die Mitarbeiter geschult werden, da bereits bei Kindern ab sechs Jahren Fingerabdrücke genommen werden sollen. Des Weiteren soll eine Altersbestimmung bei Jugendlichen durchgeführt werden, wie es in dem Implementierungsplan heißt.
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