Die deutsche Silvesternacht hat ihre Unschuld lange vor dem diesjährigen Silvesterabend verloren. Lange bevor es allein in Berlin 4.000 Polizisten brauchte, um die Hauptstadt nicht vollends randalierenden, jugendlichen Banden vornehmlich migrantischer Herkunft zu überlassen.
Und das war nur Berlin, in zahlreichen deutschen Großstädten ist der Silvesterabend ein anstrengender Einsatz für Tausende von Polizisten. Selbst in Kleinstädten ist es nicht mehr sicher, kann man schon gar nicht mit Kindern abseits der ruhigen Wohngebiete um Mitternacht mit den Nachbarn bei einem Sektchen an der Straße stehen und dem Feuerwerk zusehen. Überall erobern junge Männer zunehmend das Straßenbild, rotten sich zusammen, um gezielt Passanten, Polizei und Feuerwehr anzugreifen.
Wie menschlich degeneriert muss man eigentlich sein, um sogar Notarztwagen anzugreifen, die zur Rettung von Verletzten herbeigerufen werden, und nur unter großem Polizeieinsatz überhaupt ihre Arbeit machen können, wie etwa in Kiel? Hoffentlich brauchen sie selbst niemals dringend einen Notarzt und müssen mit ansehen, wie die Hilfe zu spät kommt, weil ein paar Widerlinge auf der Straße einen Arzt am Aussteigen hindern und einen Rettungssanitäter schlagen. Was geht in den Köpfen jener vor, die wie in Hamburg die Feuerwehr daran hindern, ein Haus zu löschen? Es gibt keinen einzigen rationalen Grund, Menschen, die zur Hilfe anderer eilen, körperlich anzugreifen, außer dass einem das Leben eines anderen einfach völlig egal ist. Und was ist bereits seit Jahren schiefgelaufen im Kopf jenes Täters, der in Gießen einen Mann lebensbedrohlich mit dem Messer mitten in die Brust stach, weil er sich erlaubte, die Halbstarken zu maßregeln, die ihn mit Pyrotechnik beschossen? Szenen des Kontrollverlustes einer Gesellschaft, die ihre Freundlichkeit mit Verachtung beantwortet bekommt.
Anders als in vielen Medien berichtet, gab es auch in dieser Silvesternacht Dutzende Angriffe auf Rettungskräfte, Polizisten und harmlos feiernde Bürger.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











