Heterosexuelle Partnerschaften werden in den sozialen Medien in jüngster Zeit häufig grundsätzlich infrage gestellt. Junge Frauen diskutieren, ob es überhaupt noch zu ihnen passt, einen Freund zu haben. Das Singlesein beschere die ultimative Freiheit, von der man sich mit einem Freund jedoch automatisch verabschieden müsste.
Auslöser der Debatte ist ein Artikel der Autorin Chanté Joseph in der Vogue. Sie stellt die These auf, dass es heutzutage als peinlich gilt, einen Freund zu haben.
Und führt dafür einige Beispiele auf. Ein Post, in dem auch der Partner abgebildet sei, habe schon einen subtilen Beigeschmack, ist Chanté Joseph der Meinung. Frauen würden ihrer Beobachtung nach Bilder veröffentlichen, auf denen sie das Gesicht des Partners verdecken. Die Autorin beschreibt, dass sogar am Hochzeitstag Fotos gepostet würden, auf denen das Gesicht des Bräutigams unkenntlich gemacht wird – professionell bearbeitete Videos lassen den Mann praktisch aus allen Aufnahmen verschwinden. „Schämen sich Frauen für ihre Partner?“, fragt also Joseph. Um dann den Schluss zu ziehen, dass es sowohl alleinstehenden als auch liierten Frauen „ein schlechtes Gewissen bereitet, mit einem Mann zusammen zu sein“.
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