Die AfD sitzt als größte Oppositionsfraktion mit vier Sitzen in der ersten Reihe des Bundestages. Da ist noch Platz. Doch wenn es um ihren Fraktionssaal geht, soll die Oppositionsführerin einer Zwangsverzwergung unterzogen und in den kleinen Raum der Ex-FDP-Fraktion gequetscht werden.
Die AfD-kritische Presse begleitet diese Zwangsverzwergung der AfD im Deutschen Bundestag wohlwollend. Selbst Bild findet: „Mit Minister-Trick: So will die SPD der AfD den Saal klauen.“ Klingt irgendwie pfiffig, wie die Sozis das machen.
Denn die Sozialdemokraten wollen den zweitgrößten Fraktionssaal (Raum „3-S-001“) partout nicht für die AfD räumen. Dabei ist die SPD nach dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten bei einer Bundestagswahl von 206 Abgeordneten auf nur noch 120 geschrumpft. So wenig wie noch nie seit 1949. Damals saßen noch 131 Sozialdemokraten im Parlament.
Im Gegensatz zur sozialdemokratischen Diaspora hat sich die Alternative für Deutschland bei der Bundestagswahl verdoppelt. Sie wuchs als größte Oppositionsfraktion im Parlament von 76 auf nun 151 Abgeordnete. Die AfD ist daher nicht nur viel größer als die SPD, sondern auch noch die Oppositionsführerin im Bundestag. Doch das zählt für die selbsternannten demokratischen Parteien offensichtlich nicht, trotz aller Fakten.
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