Das Münchner Wohnprojekt „Das robuste Haus“ steht im Finale des DAM Preis 2026, den das Deutsche Architekturmuseum jährlich für ausgewählte Bauten in Deutschland vergibt. Entworfen wurde das Gebäude vom Architekturbüro etal. als Mehrgenerationen- und Gemeinschaftshaus im Stadtteil Ramersdorf-Perlach.
Im Umfeld der Nominierung kommt es zu einer Diskussion in sozialen Netzwerken. Auslöser war ein Beitrag auf X, in dem behauptet wurde, das Gebäude bestehe unter anderem aus Holzabfällen und Metallresten. Die Einschätzung bezieht sich offenbar auf Fotografien, die das Haus in einer früherenn Bauphase zeigen. Hinweise darauf, dass beim Bau Abfall- oder Restmaterialien verwendet wurden, finden sich in den veröffentlichten Projektangaben jedoch nicht.
Konstruktiv handelt es sich um einen regulären Holzrahmenbau. Die oberirdischen Geschosse bestehen aus vorgefertigten Holzrahmenelementen, Decken und tragende Kerne aus Brettschichtholz. Als Dämmstoffe kommen Zellulose und Holzwolle zum Einsatz. Die Fassade ist mit einer Holzschalung aus Fichte ausgeführt und wird durch Stahl-Trapezbleche ergänzt, die als Wetterschutz dienen. Im Inneren wurde auf zusätzliche Verkleidungen verzichtet; der Zementestrich bleibt sichtbar und ist lediglich geschliffen und geölt.
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