Seit Wochen gibt es Probleme mit Windrädern in Finnland, die wegen der Kälte einfrieren. Anfang Februar fiel die Temperatur in der Region Ostrobothnia, in der zahlreiche Windräder stehen, auf -20 Grad, wie die finnische Zeitung Yle berichtete. Seit Mitte Januar gab es Probleme, weil sich vielerorts eine dünne Eisschicht über den Rotorblättern bildete. Wenn es zu gefrierendem Nieselregen und wenig Wind kommt, kann sich laut dem Finnischen Meteorologischen Institut eine dünne Eisschicht bilden.
„Mitten im Winter können nur starke Wetterkondensation oder starke Winde die Situation wieder normalisieren, es sei denn, es werden künstliche Mittel zur Eisentfernung in Betracht gezogen”, sagt der Meteorologe Paavo Korpela in einer Mitteilung des Instituts Ende Januar. Es wurde in Prognosen damit gerechnet, dass die Produktionskapazität lediglich 0 bis 5 Prozent der gewöhnlichen Kapazität betragen könnte. „Die Windenergieproduktion liegt deutlich unter dem, was man aufgrund des Windes erwarten könnte“, erklärt Korpela gegenüber Yle.
Als Folge der geringen Stromproduktion durch Windkraft stieg auch der Strompreis. So stieg der Preis Ende Januar beispielsweise um vier Cent auf knapp 35 Cent pro Kilowattstunde. Selbst wenn die Turbinen wieder starten, könnte der Betrieb nach der Enteisung nicht so effizient laufen wie gewöhnlich. Die Erwärmung der Turbinen könnte eine Gegenmaßnahme sein, allerdings sind die Windkraftbetreiber nicht dazu verpflichtet, solche Maßnahmen durchzuführen, wie Bloomberg berichtet.
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