Jahrelang wurde der offensichtlich marode Zustand der Dresdener Carolabrücke ignoriert, bis diese im vergangenen September schlussendlich in Teilen einstürzte – nun muss sie vollständig abgerissen und erneut aufgebaut werden. Eine Sanierung der Brücke war zwar vom Stadtrat beschlossen worden; dem kam jedoch der Einsturz zuvor. Verantwortlich für die Misere war dabei der grüne Baubürgermeister der Stadt, Stephan Kühn.
Jetzt kommt er jedoch wegen eines vollkommen anderen Projekts in die Schlagzeilen: Der studierte Soziologe lässt derzeit an verschiedenen Stellen in Dresden sogenannte Fahrradbarometer aufstellen – Kostenpunkt: 500.000 Euro. Die Barometer zeigen vorbeifahrenden Radfahrern Informationen an, etwa die Temperatur oder die Anzahl der bereits an der Stelle vorbeigefahrenen „Radfahrenden“.
Die Barometer wurden, wie die Bild berichtet, ohne einen Beschluss des Stadtrats oder eines Ausschusses davon aufgestellt, da die dafür benötigten Gelder unter dem Schwellenwert liegen, für den ein solcher Beschluss notwendig ist. Die Entscheidung geht also vollständig auf Kühn und sein Bauamt zurück.
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