„Leo betrachtet Papas beachtlichen Busen. Er will später lieber so einen, wie die Mama hat“ – dieser Ausschnitt stammt aus einem Schulbuch für acht- und neunjährige Kinder, das aktuell in Österreich für Aufsehen sorgt. Eltern beschwerten sich beim Bildungsministerium, weil Kindern völlig unreflektiert nahegelegt wird, dass es auch in diesem jungen Alter ganz normal ist Trans zu sein. Das reagiert abwehrend und schiebt die Schuld auf den Verlag. Man habe nichts von dem Inhalt gewusst.
Konkret geht es um das Schulbuch „Flex und Flora 3“ für den Deutschunterricht, das sich an Schulkinder der dritten Klasse richtet und vom österreichischen Verlag „Westermann Jugend & Volk“ verlegt wird. Darin ist wiederum ein Teil des Buches „Der Katze ist es ganz egal“ der Wiener Autorin Franz Orghandl enthalten. Es geht um den Wiener Jungen Leo, der eines Tages erkennt: Er möchte Jennifer sein.
Auf dem Cover des Buches, das 2021 mit dem österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde, ist unter anderem eine Litfaßsäule zu sehen, an der ein Plakat für eine Travestieshow klebt sowie ein Plakat mit einer Frau mit nacktem Oberkörper. In der Beschreibung steht dann: „Leo hat einen schönen neuen Namen: Jennifer. Nur die Erwachsenen kapieren es erst mal nicht (…) Und so nehmen Jennifer und ihre Freunde die Angelegenheit eben selbst in die Hand“.
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