„Ich glaube aber, dass eine berufsständische Qualitätssicherung ganz wichtig ist, im Bereich der Publizistik, des Journalismus, des Films, des Podcasts“ – der Virologe Christian Drosten fordert in einem aktuellen Interview in der Süddeutschen Zeitung faktisch eine Zensur der Medien. Zuvor ging es im Gespräch um eine vermeintliche „Expertenkrise“ sowie um den Zugang zu vertraulichen Informationen unter anderem während der Corona-Pandemie.
Angesprochen auf diese Themen erklärt der ehemalige wissenschaftliche Berater der Regierung, dass es „immer um die Qualitätssicherung von Information“ gehe. „Vielleicht könnte man aber ein Bewusstsein schaffen, das eine finanzielle Unterstützung von qualitätsgesicherten Informationsquellen vorantreibt“, schlägt der Virologe vor. Dabei gehe es nicht um „das Unterbinden mit Druck, sondern (um) eine gewollte Filterwirkung“, behauptet Drosten.
Gefragt nach der Institution, die eine solche Sicherung übernehmen solle, erwidert Drosten: „Ich will gar nicht sagen, dass das nur die Politik von oben herab tun muss“. Der Virologe führt anschließend aus, dass es eine „berufsständische Qualitätssicherung“ unter anderem bei der Presse benötige. Im Rückblick auf die Corona-Pandemie sehe er „keinen anderen Weg, als auf diese Weise einzuschreiten“.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











