Angesichts der Diskussion um mögliche hohe Eigenbeteiligungen bei Rettungseinsätzen haben mehrere Bürgermeister Bund und Länder aufgefordert, rasch gegenzusteuern. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Die Entscheidung, einen Rettungswagen für sich selbst oder auch für andere hilflose Personen zu rufen, darf nicht von der finanziellen Lage der Betroffenen bestimmt werden.“
Er erwarte, „dass Bund und Land kurzfristig eine gesetzliche Lösung schaffen“. Burmester warnte davor, dass Menschen aus Angst vor Kosten von mehreren hundert Euro im Notfall zögern könnten, den Rettungsdienst zu alarmieren. „Im Zweifel gilt es, die 112 zu wählen“, sagte er. „Wir dürfen keine Situation schaffen, in der Menschen in kritischen gesundheitlichen Situationen zögern. Sonst gefährden wir die Gesundheit und das Leben von Menschen.“
Derzeit laufen in zahlreichen Kreisen und Großstädten Nordrhein-Westfalens Verhandlungen mit den Krankenkassen über die Finanzierung des Rettungsdienstes für das kommende Jahr. Die gesetzlichen Krankenkassen haben angekündigt, künftig einen Teil der entstehenden Kosten nicht mehr zu tragen.
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