„Ein Mega-Fehler“: Lauterbach warnt Junge Gruppe vor Koalitionsbruch wegen Rentenstreit

vor 8 Monaten

„Ein Mega-Fehler“: Lauterbach warnt Junge Gruppe vor Koalitionsbruch wegen Rentenstreit
Bildquelle: Apollo News

Bei Markus Lanz hielt der JU-Bundesvorsitzende Johannes Winkel am Dienstagabend an seiner ablehnenden Haltung zum Rentenpaket der Bundesregierung fest. Im ZDF diskutierte er unter anderem mit Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und dem Nationalökonomen Hans-Werner Sinn.

Es gehe darum, „ob die Jungen Lasten zu tragen haben oder die Alten“, brachte Sinn „die fundamentale Frage“ der Debatte auf den Punkt. Die wirklich Betroffenen der Reform seien – teils noch nicht geborene – „Kinder, die noch nicht wählen dürfen.“ Aus seiner Sicht sollten die Lasten der Jungen per Haltelinie fixiert werden und das Rentenniveau sich daraus „endogen“ ergeben – also ohne explizite Festsetzung durch die Politik und in Abhängigkeit von den Einnahmen der Rentenversicherung. Zur Gegenfinanzierung des höheren Rentenniveaus könnte alternativ das Renteneintrittsalter um 10 Monate erhöht werden.

Lauterbach betonte indes, der eigentliche Konflikt sei „arm gegen reich“. Die SPD-Interpretation des Koalitionsvertrages inklusive höherem Rentenniveau ab 2032 sei nie strittig gewesen. Die Auffassung der Jungen Union hält er für eine Verschwörungstheorie. Ein „harter Abriss“ beim Rentenniveau für neue Rentner ist für Lauterbach nicht vertretbar. Für einen „zu geringen Streitwert“ von 1,5 Prozent der Rentenausgaben die Koalition zu sprengen, wäre aus seiner Sicht „ein Mega-Fehler“.

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