Am Mittwoch kam es im Europäischen Parlament zu einem Eklat: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán attackierte die Europäische Kommission in seiner Rede scharf – was das linke Lager zum Toben brachte. Sozialdemokratische Mandatsträger schwenkten Fahnen mit der Aufschrift „Demokraten gegen Autokraten“. Zudem stimmten linke Abgeordnete die italienische antifaschistische Hymne „Bella Ciao“ an. Auch Terry Reintke, Spitzenkandidatin der Grünen für die vergangene Europawahl sowie Fraktionsvorsitzende der Grünen im EU-Parlament, griff den ungarischen Ministerpräsidenten in ihrer Rede an.
„Du bist hier nicht willkommen“, erklärte sie in Richtung Orbáns. Der Ungar müsse sich darüber klar werden, dass er sich hier im „Haus der europäischen Demokratie“ befinde. Im EU-Parlament sei kein Platz für „Korruption“, für „Lügen“, für „Propaganda“ und für „autokratische Herrschaft“. Orbán warf sie vor, Ungarn die Demokratie zu „stehlen“. Rücksichtslos nehme er sich dennoch das „Geld der EU-Bürger“. Die LGBTI-Community würde Orbán einem Klima der „Hoffnungslosigkeit und des Terrors“ aussetzen.
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