Seit dem Atomausstieg importiert Deutschland große Mengen an Atomstrom aus Frankreich. Wetterabhängige Erneuerbare und fehlende Grundlastkraftwerke hierzulande führen zu immer höheren Importen und steigenden Kosten. Der deutsche Sonderweg der sogenannten Energiewende steckt in einer strategischen Sackgasse.
Mit der Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke von zuvor insgesamt 16 Meilern im April 2023 hat Deutschland einen energiepolitischen Irrsinnsweg vollendet, den Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in geradezu hysterischer Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima vor gut einem Jahrzehnt vorgegeben hatte. Die Reaktoren Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 gingen vom Netz, womit die Ära der Atomkraft im Land offiziell endete.
Der Ausstieg war politisch gewollt und wurde von der Bundesregierung als konsequente Umsetzung der Energiewende präsentiert. Doch im europäischen Stromverbund haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Deutschland ist inzwischen wieder Nettoimporteur – und bezieht einen erheblichen Teil seiner Importmengen ausgerechnet aus Frankreich, das über 56 Kernreaktoren verfügt.
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