Was Elon Musk heute offen ausspricht, stellte Erich von Däniken bereits vor über 50 Jahren infrage. Der Schweizer Autodidakt und Bestsellerautor machte die These populär, dass außerirdische Intelligenzen die Menschheit in der Frühgeschichte besucht haben könnten. Seine Thesen blieben spekulativ – doch sie öffneten einen Denkraum, der bis heute wirkt.
Geboren 1935 im Schweizer Zofingen, wuchs von Däniken in einem katholisch geprägten Umfeld auf. Er absolvierte keine Universität, sondern eine Hotelfachausbildung, arbeitete als Koch und Gastronom. Parallel begann er, sich intensiv mit religiösen Texten, Mythen, archäologischen Darstellungen und Reiseberichten zu beschäftigen. Entscheidend für ihn war nicht das Fachwissen im engeren Sinn, sondern ein systematisches Misstrauen gegenüber symbolischen Erklärungen. Warum, so fragte er, sollten antike Texte zwingend allegorisch sein? Warum nicht wörtlich – zumindest teilweise?
1968 erschien Erinnerungen an die Zukunft. Das Buch traf einen Nerv der Zeit: Raumfahrt, Mondlandung, technologischer Fortschritt – und gleichzeitig ein wachsendes Unbehagen in der Gesellschaft an religiösen und kulturellen Gewissheiten. Von Däniken formulierte eine radikale These, die bei einem breiten Publikum auf Resonanz stieß: Hochentwickelte außerirdische Intelligenzen könnten die Erde in vorgeschichtlicher Zeit besucht haben. Mythen, Götterbilder und religiöse Visionen seien Erinnerungen an reale Begegnungen, technisch missverstanden und kulturell überhöht.
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