Die Verhandlungen zwischen Union und SPD neigen sich dem Ende zu und der Koalitionsvertrag offenbart: Entgegen allen Versprechen wird es weder eine Migrationswende geben, noch darf der Bürger auf günstigeren Strom hoffen, geschweige denn signifikante Steuersenkungen erwarten. Über die Kapitulation der Union vor den Sozialdemokraten sprachen Julius Böhm, Birgit Kelle, Julian Reichelt und Ralf Schuler am Donnerstagmorgen bei NIUS Live.
„Es ist Augenwischerei“, kommentiert NIUS-Politikchef Ralf Schuler. Besonders irritierend sei die „inszenatorische Geste“ der Union, die den Anschein erwecken wolle, Weltpolitik zu machen. Dabei waren es genau die Themen wie Migration und Wirtschaft, die Menschen dazu bewogen, konservativ zu wählen. Die Enttäuschung der Wähler zeigt sich bereits jetzt in den Umfragen. Die AfD lag in Umfragen erstmals vor der CDU.
„Die Dringlichkeit ist in der Union ja durchaus bekannt“, so Schuler. „Das für dumm verkaufen der Bürger ist eine höchst riskante Methode.“ Doch man habe sich für die „Methode Merkel“ entschieden: „Es ändert sich nichts und wir fahren in die Sackgasse“.
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