In Italien sorgen jüngst veröffentlichte Mitschnitte und Protokolle für große Aufregung: Schon im Frühjahr 2021 diskutierten demnach Fachleute über tödliche Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe. Nach dem Tod der 18-jährigen Camilla Canepa war die Erschütterung im Land groß. Dennoch hielten die zuständigen Behörden an der landesweiten Impfkampagne fest. Besonders pikant: Laut Berliner Zeitung soll das Gesundheitsministerium in dem Zusammenhang erheblichen Druck ausgeübt haben, damit die Impfungen trotz vorliegender Warnungen weitergeführt werden.
Die nun publik gewordenen Protokolle des italienischen Wissenschaftlich-Technischen Ausschusses (CTS) zeigen, dass Fachleuten bereits im Mai und Juni 2021 bewusst war, dass insbesondere junge Menschen sowie Frauen nach einer AstraZeneca-Impfung schwerwiegende Komplikationen entwickelten. Der Epidemiologe Donato Greco sprach in einer Sitzung von „anerkannten Nebenwirkungen“. Virologe Sergio Abrignani machte deutlich: „Wenn es sichere Alternativen gibt, ist es nicht sinnvoll, auch nur einen Toten für AstraZeneca zu riskieren.“
Auch Giorgio Palù, Präsident der italienischen Arzneimittelbehörde Aifa, wies auf einen möglichen „pathogenischen Mechanismus“ bei Vektorimpfstoffen hin. Er sprach sich dafür aus, das Präparat höchstens bei Personen im Alter von 50 bis 59 Jahren einzusetzen. Im Mai 2021 spitzte sich die Situation zu: Während die Bestände an Pfizer/Biontech-Impfstoff immer knapper wurden, lagerten gleichzeitig Millionen ungenutzter AstraZeneca-Dosen. Um diese Vorräte aufzubrauchen, gestattete der CTS den Regionen die Durchführung sogenannter „Open Days“. Dabei konnten sich volljährige Bürgerinnen und Bürger auch ohne Anmeldung impfen lassen. Auf diese Weise gelangte AstraZeneca vermehrt an jüngere Altersgruppen – obwohl innerhalb des Ausschusses bereits intensiv über die damit verbundenen Risiken gesprochen wurde.
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