Am Samstag kommt es in Gießen zu einem Großaufgebot von Demonstrationen und Protesten gegen die geplante Neugründung der Jugendorganisation der Alternative für Deutschland. Zehntausende wollen in der mittelhessischen Stadt gegen die geplante Neugründung der AfD-Jugendorganisation demonstrieren. Bereits am frühen Morgen trafen erste Gegendemonstranten ein. Laut Polizei bewegten sich einzelne Gruppen schon durch das Stadtgebiet. Die Anreise könne zu Verkehrsbehinderungen führen, hieß es im Vorfeld.
Einsatzleiter Jürgen Fehler erwartet mit Blick auf die Größenordnung der verschiedenen Protestaktionen nicht weniger als die „größte Mobilisierung“ von Veranstaltungsgegnern für Blockademaßnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik. Für die erwartete große Zahl an Reisebussen wurden zahlreiche Stellflächen in der Ringallee eingerichtet. Nachdem die ersten Protestaktionen friedlich verliefen, soll sich die Lage kurz vor 09:00 Uhr anspannen. Die Polizei Gießen berichtet bereits von mehreren Zusammenstößen mit Demonstranten.
Eine größere Gruppe soll versucht haben, eine Polizeiabsperrung an einem Umspannwerk nahe Gießen zu überwinden. Die Einsatzkräfte stoppten das weitere Vordringen, wobei ein Beamter leicht verletzt wurde. Auf X berichtet die Polizei Mittelhessen über die derzeitige Situation. Laut ihren Angaben sind bereits mehrere Notrufe eingegangen. Wiederholt sollen Autos und Straßenlaternen beschädigt worden sein, zudem kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte.
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