Aus den Kommunalwahlen Anfang Mai in Großbritannien konnte zwar die migrationskritische Partei Reform UK als Gewinner hervorgehen (mehr dazu hier), vielerorts wurden jetzt dennoch Bürgermeister mit muslimischem Hintergrund eingesetzt. Das ist jedoch keine Neuheit – im Gegenteil. An zahlreichen Orten haben die Bürgermeister bereits eine Einwanderungsgeschichte.
Vielerorts haben sogar Frauen mit Kopfbedeckung, meist einem Hijab, die Rolle des Bürgermeisters übernommen. So wurde etwa in Tameside, in der Region rund um Manchester, die in Bangladesch geborene Shibley Alam vom Stadtrat in das Amt der Bürgermeisterin erhoben. Mit acht Jahren war Alam nach Großbritannien gekommen. Sie ist jetzt das erste in Bangladesch geborene Stadtoberhaupt im Norden Englands.
Auch in der Großstadt Sheffield gibt es eine Neuerung: Mit Safiya Saeed wurde erstmals eine schwarze Frau mit Hijab als Oberbürgermeisterin eingesetzt. Für ihre Einsetzungsfeier reisten ihre Familienmitglieder aus dem Somaliland, einer autonomen Region in Somalia, nach Sheffield.
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