Noch lange bevor die Ergebnisse der gestrigen US-Präsidentschaftswahl feststanden, sorgten die Nachwahlbefragungen („Exit Polls“) der US-Fernsehsender für große Freude bei Unterstützern des mittlerweile designierten Präsidenten Donald Trump. Er hatte einen für Republikaner untypischen Wahlkampf geführt (Apollo News berichtete) und völlig neue Wählergruppen für die Partei erschlossen. Seine Stärke bei bestimmten Gruppen brachte ihm schließlich einen Erdrutschsieg und damit die Rückkehr ins Weiße Haus. Das führte auch zu historischen Siegen in ehemaligen Swing States, wie dem Sunshine State Florida. Harris muss unterdessen die peinliche Niederlage bei vielen Gruppen erklären.
Die Erstwähler schenkten Trump das Weiße Haus. Das kann die überraschende, aber gleichzeitig wichtigste Erkenntnis über die Wählerdemografie des designierten Präsidenten sein. Laut der Nachwahlbefragung durch NBC waren 8 Prozent aller Wähler zum ersten Mal an der Wahlurne. 54 Prozent der Erstwähler gaben dabei ihre Stimme dem Republikaner. Damit hat er einen deutlichen Vorsprung gegenüber Harris, die nur 45 Prozent der Erstwähler auf sich vereinigen konnte. Unter den alteingesessenen Wählern liegt Harris sogar hauchdünn vorne. Dennoch kann Trump bei der Wählerschaft insgesamt die Mehrheit erobern.
In wichtigen Bundesstaaten wie Pennsylvania und Georgia haben diese Wähler wohl den Ausschlag gegeben. Bei den Erstwählern handelt es sich dabei nicht unbedingt um 18- bis 22-Jährige, die vor vier Jahren noch nicht wahlberechtigt waren, sondern auch um ehemalige Nichtwähler. Bis 2020 erreichte Amerika fast immer eine Wahlbeteiligung von unter 60 Prozent. Bei den nun vergangenen beiden Wahlen war die Wählermobilisierung jedoch deutlich größer als gewohnt.
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