Friedrich Merz wird zunehmend von seiner Partei kritisiert. CDU-Politiker zweifeln an seiner Verhandlungsfähigkeit in den Koalitionsgesprächen, wie der Stern am Montag berichtet. Ein Christdemokrat sagt laut dem Magazin: „Er hat solche Koalitionsgespräche noch nie gemacht.“ Das bereite ihm Sorgen. Seit Freitag spricht die Steuerungsgruppe. Sie soll die Ergebnisse der 16 Arbeitsgruppen diskutieren. Für Merz beginnt die entscheidende Phase der Koalitionsverhandlungen.
Vor allem bei den Themen Steuern und Finanzen, aber auch in der Migration gehen Ansichten auseinander, vor allem beim Chancenaufenthaltsgesetz. Auch in den Fragen der Zurückweisungen und des Bleiberechts gibt es Differenzen. Experten berichteten, dass sie dauernd von CDU-Politikern angerufen wurden, weil diese keine eigenen Ideen gehabt hätten. Die Politiker seien „völlig unvorbereitet“ in die Gespräche der Arbeitsgruppen gegangen (Apollo News berichtete).
Friedrich Merz sagte am Freitag, dass sich das Ergebnis der Arbeitsgruppen wie ein „Wünsch-dir-was-Programm“ lese. „Wir werden umfassend sparen müssen“, kündigte er an. Man müsse sich nun über „das gemeinsame Grundverständnis“ einigen. Innerhalb der Union wird kritisiert, dass Merz diese Ansagen vor Beginn der Arbeitsgruppen hätte machen müssen.
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