„Es ist ein bisschen wie sterben. Man muss einen kleinen Teil von sich abgeben, wenn man zugibt, mit etwas falsch gelegen zu haben.“ Mit diesen Worten endet das Windkraft-Symposium der AfD-Fraktion im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages. Tosender Applaus bricht aus den Reihen des Publikums hervor. Mit keinem anderen Satz hätte Robert Stein, Chefredakteur bei Die Kehre, das Symposium besser beenden können.
Auch wenn der Satz zum Ende des Symposiums fiel, sollte er dennoch Leitbild des gesamten Tages sein.
Während der Applaus im Saal nachhallt, fällt der Blick auf die hohe Glasfront hinaus auf die Spree. Das Wasser ist mittlerweile dunkel gefärbt. Die Sonne ist untergegangen. Rechts tut sich eine weitere Glasfront auf, durch die bunte Lichter in den Raum leuchten. So bunt wie die verschiedenen Vorträge des Tages, die noch vor ein paar Stunden den Raum erfüllt haben.
Der Raum im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus ist genauso präzise und akkurat strukturiert wie die Inhalte der Redner.
Wer Teil des Publikums ist, sitzt erhöht. Vier Sitzreihen für das Publikum ziehen sich in einem Halbkreis um den Saal, erreichbar über eine graue Treppe, die den Zuschauerbereich vom unteren Raum abtrennt. Dieser ist ebenfalls geschmückt von mehreren hellbraunen Tischen, die im Halbkreis angeordnet sind und an denen die Redner des Tages sitzen.
Bereits der erste Vortrag beginnt mit harten Worten, die im Laufe des Tages nicht angenehmer werden sollten: „Jährlich sterben Zehntausende Fledermäuse. Die Energiepolitik ist keine grüne, sondern eine blutrote Politik.“ Leises Nicken und Raunen geht durch den Raum. Draußen stürzt sich ein Vogel im Sturzflug über die Spree.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











