Die Europäische Union hat am Samstag in einem Statement Angriffe auf die in Syrien herrschende HTS-Miliz verurteilt. Es waren die HTS-Milizen der neuen syrischen Übergangsregierung, die am Freitag und Samstag 745 alawitische Zivilisten in Racheakten getötet hatten, darunter Frauen und Kinder (Apollo News berichtete). Der ehemalige Diktator Assad gehört der Religionsgruppe der Alawiten an. Auch Christen wurden offenbar getötet.
Ein Pressesprecher der Europäischen Union sagte, dass die EU „die jüngsten Angriffe, die Berichten zufolge von Pro-Assad-Elementen auf die Kräfte der Übergangsregierung in den Küstengebieten Syriens verübt wurden“ aufs „Schärfste“ verurteile, „sowie jegliche Gewalt gegen Zivilisten.“
In der Presseerklärung findet sich keine explizite Verurteilung der Gräueltaten der HTS an Zivilisten. Die EU rief lediglich allgemein dazu auf, die Zivilbevölkerung „unter allen Umständen und unter uneingeschränkter Achtung des humanitären Völkerrechts“ zu schützen.Derweil werden immer mehr Details der Racheaktionen bekannt. So wurden Frauen gezwungen, nackt durch die Öffentlichkeit zu laufen, ehe sie hingerichtet wurden. Das berichtet ein Bewohner der Stadt Baniyas, die besonders hart von der Gewalt getroffen wurde, gegenüber Sky News.
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