Was außerhalb des provinziellen Horizonts „der Europäer“, sprichwörtlich dort hinten in der Türkei, stattfindet, blieb den Allermeisten schon immer recht unzugänglich. Heute ist das bei den Funktionären von Staat, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft als Eurozentrismus erstarrt. Die Eurobrille verzerrt die Perspektive, blendet sie großteils ganz aus.
„Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit, in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten; dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten.“ Johann Wolfgang Goethe
»Was Regierungen in der Geopolitik tun, ist in der Geopolitik fast immer wichtiger als das, was sie sagen. Es ist offensichtlich, sehr offensichtlich, aber es lohnt in solchen Momenten zu wiederholen. Tatsächlich sind öffentliche Äußerungen während eines Konflikts selten transparente Fenster operativer Militärpläne. Häufiger sind sie Teil des Konflikts selbst. Anführer signalisieren Entschlossenheit, beruhigen Verbündete, und verwirren ihre Feinde. Aussagen von Personen wie Rubio, Hegseth oder Trump als Indikatoren für die operative Absicht zu halten, riskiert ein zutiefst irreführendes Bild der Ereignisse. Eine klassische Clausewitz-Regel: „Der Betrüger durch Strategie überlässt es der Person selbst, die er täuscht, die Fehler des Verstehens zu begehen.“«
DEUTSCHLAND: Reformpaket „wird nicht funktionieren“ – Vorhaben löst Sturm der Entrüstung aus | LIVE











