Vor und auf der diesjährigen Weltklimakonferenz eskalierten die Warnungen vor dem Klimawandel. Dennoch konnte auf dem Gipfel (COP30) im brasilianischen Belém jetzt keine weitreichende Abschlusserklärung verfasst werden – was allerdings nicht an den entwickelten Industrieländern lag, die weiterhin willig sind, höhere Beiträge zu leisten. Es waren vor allem die Ölstaaten sowie China, die großspurige Erklärungen verhindern wollten.
Dass das nicht im Interesse der westlichen Länder lag, zeigte sich auch daran, dass die Verhandlungen 19 Stunden anhielten, ehe am Samstag ein Ergebnis präsentiert werden konnte. Aber: Eine bindende Abkehr von Öl, Kohle und Gas konnte nicht erreicht werden. Stattdessen werden freiwillige Initiativen genannt und lediglich das Wort „Treibhausgase“ in dem Abschlussdokument erwähnt – fossile Energieträger hingegen nicht.
Bundesumweltminister Carsten Schneider zeigte sich „ein bisschen enttäuscht“ und warf den Ölstaaten eine Blockade vor. Zuvor hatte eine etwa 90 Staaten umfassende Gruppe, auch Deutschland sowie die EU, einen definitiven Plan zum Ausstieg aus den genannten Energieerzeugern gefordert. Weil Abschlusserklärungen auf der Weltklimakonferenz einstimmig geschlossen werden sollen, konnten die Ölstaaten, aber auch China, das Vorhaben blockieren.
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