Die 61. Münchner Sicherheitskonferenz ist am Sonntag zu Ende gegangen. Die Ereignisse der diesjährigen Ausgabe des diplomatischen Forums werden wohl noch lange nachhallen. Es war der erste große außenpolitische Auftritt der neuen Trump-Regierung. US-Vizepräsident JD Vance wies Europa weniger als einen Monat nach seinem Amtsantritt die Richtung vor, in die die amerikanische Außenpolitik in den nächsten mindestens vier Jahren gehen wird.
Die Reaktion darauf: Bestürzung, Hilflosigkeit und Verzweiflung. Nach dem Abschluss der Sicherheitskonferenz nannte etwa deren scheidender Vorsitzender Christoph Heusgen die Veranstaltung einen „europäischen Albtraum“. Amerika würde „auf einem anderen Stern leben“. Heusgen könnte damit in gewissem Sinne Recht haben: Sowohl wirtschaftlich als auch technologisch entflieht Amerika dem europäischen Kontinent immer mehr.
Heusgen war am Ende seiner letzten Sicherheitskonferenz nervlich sichtlich angefasst. In seiner Abschlussrede am Sonntag sprach er noch über Vances Rede vom Freitag: „Nach der Rede von Vizepräsident Vance am Freitag müssen wir befürchten, dass unsere gemeinsamen Werte nicht mehr so gemeinsam sind.“ Er dankte den europäischen Politikern, die „ihre Werte und Prinzipien, für die sie kämpfen“ bekräftigt hätten.
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