Als Top-Boss von mehr als 30.000 Mitarbeitern hat Christian Kullmann, Vorstandschef des Spezialchemiekonzerns Evonik, eine große Verantwortung. Für den Erfolg seines Unternehmens und die Sicherung von Arbeitsplätzen schlägt der Chemie-Boss allerdings harte Töne an. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ruft er auf: Schluss mit CO2-Zertifikaten und Brüsseler Bürokratie.
Kullmann möchte die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts erhalten und möchte „wirtschaftliche Daseinsvorsorge leisten“, wie er im Gespräch mit der FAZ sagt. „Ein schlechtes Beispiel ist die Energiewende. Bis heute gibt es keine solide Analyse, wie viele Abermilliarden sie uns bisher gekostet hat. Das finde ich skandalös.“ Denn die Energiekosten sorgen dafür, dass der Top-CEO seine deutschen Standorte infrage stellen muss. Denn durch politische Entscheidungen werde die Wettbewerbsfähigkeit geschwächt. „In Herne etwa stellt Evonik hochwertige Vernetzer, etwa für die Flügel von Windrädern her. Das ist ein wichtiges Produkt für das Gelingen der Transformation. Leider ist es aktuell ein wirtschaftlicher Problemfall, wegen der Energiekosten. Schon heute belasten uns hohe Gebühren für CO2-Emissionen.“
Kullmann ist bereits seit 2003 bei Evonik (früher RAG) und durchlief mehrere Positionen bis zur Spitze
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