Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und Bewerber um den Vorsitz seiner Partei, Wolfgang Kubicki, hat im Gespräch mit The Pioneer die Einrichtung eines weiteren Sondervermögens im Umfang von 500 Milliarden Euro vorgeschlagen. Dieses Geld, das wohl vollständig durch die Aufnahme neuer Schulden finanziert werden würde, solle für die Einrichtung eines Renten-Staatsfonds genutzt werden.
Diesen Vorschlag sieht Kubicki als Pfeiler seiner Wirtschafts- und Sozialreformen. Mit dem Geld soll das Modell der Aktienrente „viel intensiver“ als bisher verfolgt werden. Nicht mehr der Einzelne soll die Entscheidung treffen, Geld fürs Alter zurückzulegen. Vielmehr würde der Staat – und mittelbar der zukünftige Steuerzahler – dafür herangezogen werden und eine zentralplanerische Investitionsentscheidung treffen.
Als Vorbild gilt Kubicki der norwegische Staatsfonds. Ein „privates Konsortium“ solle das Geld verwalten und so eine „Rendite zwischen zehn und 13 Prozent jedes Jahr erwirtschaften.“ Drei Prozentpunkte könnten für „Zinsen und Tilgung“ genutzt werden, der Differenzbetrag sei mit 50 Milliarden Euro im Jahr „erheblich“. Dieses Geld will der Politiker nutzen, „um die Rente zu stabilisieren“.
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