Asylbewerber und Flüchtlinge wollen trotz des Sturzes des Assad-Regimes mehrheitlich offenbar nicht in ihr Heimatland zurückkehren, sondern in Deutschland bleiben, meldet die Welt am Sonntag. Ein vor drei Wochen aufgelegtes Programm zur finanziellen Unterstützung einer freiwilligen Rückkehr wird bisher kaum angenommen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) teilte mit, dass mit Stand 30. Januar bisher nur 150 Anträge gestellt worden seien. Bewilligt wurden Förderungen für 36 Personen.
Die Rückkehr der rund sechs Millionen Syrer, die geflohen sind, ist eines der Ziele der neuen syrischen Regierung. Sie bekundet, sämtliche Gruppen des Vielvölkerstaates zu respektieren. Freiwillige Rückreisen nach Syrien werden in Deutschland bereits seit 2017 unterstützt, bis vor wenigen Wochen unter der Federführung der Bundesländer. In den vergangenen drei Jahren nutzten laut Bundesinnenministerium allerdings nur 200 der knapp eine Million nach Deutschland geflüchteten Personen das Angebot. Rückkehrwillige Syrer bekommen zusätzlich zu den Reisekosten bis zu 200 Euro Reisebeihilfe sowie bis zu 1000 Euro für den Neustart in Syrien.
Viele Flüchtlinge möchten in Deutschland bleiben.
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