Staatsschuldenkrisen fallen nicht einfach vom Himmel. Es bedarf jahrelanger, vielfach jahrzehntelanger politischer Fehlsteuerung, um den Kollaps der Staatsfinanzen herbeizuführen. Frankreich ist ein solcher prominenter Fall.
Das Land, das sich rühmt, gesellschaftliche Verwerfungen mithilfe seines Sozialwesens zu heilen, ist an einem Punkt angelangt, an dem die Privatwirtschaft an der Finanzierung der Staatsbürokratie, der unbegrenzten Migration und der eng geknüpften sozialen Hängematte scheitert.
Bei einer Staatsquote von 57 Prozent angelangt, verdrängt der nimmersatte Staatsapparat private Investitionen und treibt die Wirtschaft so in eine Produktivitätskrise. In diesem Modus ist kein Wachstum zu erwarten. Hinzu kommt eine Staatsverschuldung, die bei 114 Prozent schwindelerregende Höhen erreicht hat. Das Defizit im Staatshaushalt wird in diesem Jahr voraussichtlich bei 5,4 Prozent liegen.
In Paris und Brüssel schrillen längst sämtliche Alarmsirenen. Frankreich droht, das fragile Gebilde der Eurozone und damit die EU in den Abgrund zu reißen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











