Der britische Anti-Migrations- und Anti-Islam-Aktivist Tommy Robinson ist von einem Gericht in London vom Vorwurf eines Terrorvergehens freigesprochen worden. Der 42-Jährige, mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon, hatte sich geweigert, Polizisten den Zugangscode zu seinem Handy zu geben, nachdem er im Juli 2024 am Eurotunnel bei Folkestone angehalten worden war.
Robinson war von Beamten auf Grundlage von Schedule 7 des britischen Terrorism Act 2000 gestoppt worden. Dieses Gesetz erlaubt Befragungen an Flughäfen und Häfen, um mögliche Verbindungen zu Terrorismus festzustellen. Nach Angaben der Polizei habe Robinson „vage Antworten“ zu seinem Reiseziel gegeben, als er mit einem silbernen Bentley auf dem Weg nach Benidorm war. Er verweigerte daraufhin die Herausgabe des PIN-Codes und sagte: „Auf keinen Fall […] Das ist meine Arbeit, ich bin Journalist.“
Vor dem Westminster Magistrates’ Court erklärte Robinsons Verteidiger Alisdair Williamson KC, die Maßnahme sei politisch motiviert gewesen. Der ausschlaggebende Gedanke bei dem Beamten sei gewesen: „Oh, schaut, es ist Tommy Robinson.“ Die Polizei habe keinerlei Hinweis auf terroristische Aktivitäten gehabt. Auch Robinsons regelmäßige Reisen nach Spanien seien unauffällig gewesen.
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