Nicht gewählt! Als Friedrich Merz nach dem gescheiterten ersten Wahlgang den Bundestag verlässt, kocht er. Das ist eine Ohrfeige, wie es sie für einen designierten Kanzler noch nicht gegeben hat. Aber es passt zu allem, was Friedrich Merz seit der Bundestagswahl abgeliefert hat.
Ein schlechteres Omen hat es für einen designierten Kanzler noch nicht gegeben. Aber es hat auch noch nie einen designierten Kanzler gegeben, der sich noch vor seiner Wahl so selbst demontiert hat.
Schauen wir zurück: ein schlechtes Wahlergebnis von nur 28,5 Prozent, das zweitschlechteste für die Union jemals. Dann, auch durch die Brandmauer, wurde Merz in eine Koalition mit der SPD gezwungen. Dann begann das Elend erst richtig: der große Wortbruch bei der Schuldenbremse, dann der weitgehende Durchmarsch der Sozialdemokraten in den Koalitionsverhandlungen.
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