Wir alle können die Fakten singen, kennen den Text rückwärts: Energiekrise, Massenarbeitslosigkeit, Zusammenbruch der Industrie, außenpolitische Isolation, Sozialstaatskrise, Migrationskrise; und jeder Spaziergang über einen bewachten, ummauerten, umzingelten Weihnachtsmarkt zeigt: Die innere Sicherheit ist zerstört, unsere Art zu Leben weitestgehend ausgelöscht, das Land Beute von schmarotzenden Banden, die es gnadenlos ausbeuten.
Das Lachen bleibt einem im Halse stecken, und das ist gut so. Denn es gehört sich nicht, über diese Regierung zu lachen, erklärt uns in diesen Tagen die SPD. Nein, sie bestreitet nicht einmal mehr ihre Lächerlichkeit. Sie fordert aber kniefällige Bewunderung für ihre Machthaber ein. Wann werden Aluminiummünzen mit dem Bildnis von Bärbel Bas, umkränzt von Eichenlaub, in Umlauf gebracht, als Zwangszahlungsmittel für Rentner; Blechgeld, mit dem man allerdings nichts kaufen kann. Es ist der logische nächste Schritt einer komplett die Wirklichkeit leugnenden Politik, die statt der sicheren Rente bald nur noch zur Wertlosigkeit inflationiertes Blechgeld anbieten kann.
Wer meinte, Friedrich Merz sei wenigstens in eigenen Finanzdingen bewandert, sieht sich auch hierin getäuscht: Er will russisches Vermögen beschlagnahmen und dafür mit unseren Steuermitteln in dreistelliger Milliardenhöhe haften. Obendrein riskiert er mit diesem Vorgehen einen Finanzcrash. Der Wüterich zieht durch das Land und zerstört, was er vorfindet und was rotgrüne Politik noch hat stehen lassen.
Das Erstaunliche für seine Anhänger und Wähler: Die Pläne der SPD mögen noch so irrsinnig und zerstörerisch sein, Friedrich Merz und seine CDU (und die CSU selbstverständlich brav und gehorsam) machen dabei mit. Merz und Fraktionschef Spahn zwingen ihre Abgeordneten dazu, einem Rentenpaket zuzustimmen, das schon in den kommenden Jahren den kompletten überschuldeten Haushalt weiter belasten und noch näher an den Bankrott führen wird. Niemand will dieses Gesetz: Fachleute, Wissenschaftler, kurz alles, was Hirn und Namen hat, warnt davor.
Rentner wissen: Für einige schöne Euros extra riskieren sie den Zusammenbruch des Gesamtsystems und den Übergang zu einer Grund- und Einheitsrente. Aber die SPD will es ganz genau so und ihr Wille geschehe, erklären Merz, Spahn und Generalsekretär Linnemann und holen sich dafür die Unterstützung der radikalen Links-Partei. „Realsatire“ nennt Ifo-Chef Clemens Fuest die Merz-Behauptung, der verabschiedete Renten-Ruin sei „Auftakt zu einer grundlegenden Reform“.
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