„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche“ – in Goethes Faust wird die Ankunft des Frühlings, das Erwachen der Natur, das Hoffnungsgrün im Tal als Aufbruch gefeiert. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt die traditionelle Frühjahrsbelebung aus: Kaum neue Aufträge in der Industrie, Baustellen verharren weiter in Winterschlaf, Firmen halten sich mit Neueinstellungen zurück.
Der April 2026 war nicht mehr als ein kraftloses Lüftchen: Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) sind weiterhin mehr als drei Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar 13.000 weniger als im März, aber erschreckende 77.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,4 Prozent.
BA-Chefin Andrea Nahles (SPD) versucht es erst gar nicht mit Schönbeterei: Eine Trendumkehr am Arbeitsmarkt sei „nicht in Sicht“.
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