„Ganz sicher kein Zufall“: Zwei Plagiatsprüfer äußern sich zu neuen Vorwürfen gegen Brosius-Gersdorf

vor 11 Monaten

„Ganz sicher kein Zufall“: Zwei Plagiatsprüfer äußern sich zu neuen Vorwürfen gegen Brosius-Gersdorf
Bildquelle: Apollo News

Der Plagiatsprüfer Stefan Weber hat in einem neuen Gutachten den Vorwurf erhoben, dass Frauke Brosius-Gersdorfs Ehemann für sie als „Ghostwriter“ die Doktorarbeit mindestens teilweise verfasst haben könnte. Die Anwälte der Juraprofessorin weisen dies zurück. Bild hat zwei Plagiatsprüfer nach ihrer Meinung zu den neuen Vorwürfen gefragt.

Rechtswissenschaftler Prof. Roland Schimmel von der Frankfurt University of Applied Sciences sagt gegenüber der Zeitung, dass es „augenfällige Textparallelen“ gebe, was „ganz sicher kein Zufall“ sei. So gebe es in Brosius-Gersdorfs Doktorarbeit und Gersdorfs Habilitationsschrift „distinkte Formulierungen“, das heißt „sehr eigene Formulierungen, die parallel in beiden Texten“ stünden.

„Es ist natürlich möglich, dass der Ehemann für seine Ehefrau Text geschrieben hat“, sagt er weiter. Andererseits könnte auch ein „gemeinsamer Pool“ an Formulierungen angelegt worden sein, die nach Bedarf verwendet worden wären. Die ähnlichen Formulierungen seien problematisch. „Denn beide Schriften enthalten die Versicherung, dass es sich um eigene Werke handelt. Nur wessen eigenes Werk sie sind, kann man nicht sicher sagen“, so Schimmel.

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