Gates wendet sich vom Klimahype ab – Kernkraft und KI sind das neue „current thing“

vor 8 Monaten

Gates wendet sich vom Klimahype ab – Kernkraft und KI sind das neue „current thing“
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Tag, an dem die Klimawandelbewegung starb. Vielleicht wird so einmal das Datum genannt, an dem Bill Gates eine bemerkenswerte Pirouette vollzog und der Welt verkündete: Das mit dem Klimawandel, das seht mal nicht so eng. Aus der „Klimakatastrophe“ wird plötzlich ein Problem, an dem man schrauben muss, aber alles in allem lösbar ist.

Aber der wahre Tag, an dem die Klimawandelbewegung starb, liegt weiter zurück. Er datiert irgendwann auf den Jahresanfang 2024. Damals zogen einige der mächtigsten Investmentfirmen Milliarden aus einem Klimafonds ab. Nur ein Mosaikstein unter vielen. Schon zuvor hatten die großen Geldgeber begonnen, sich umzuorientieren.

Das transatlantische Erdbeben, das damals im Milliardengeschäft um Green Deal, Green Economy und Green Energy stattfand, spürt man in Berlin erst jetzt vibrieren. Der Herbst der Klimawandelbewegung hat sich schon zuvor angedeutet, hat aber immer noch zahlreiche Entscheidungsträger nicht erreicht. Dass die Subvention des E-Autos in Deutschland etwa zurückgefahren wurde, und das ausgerechnet unter der Ampel-Koalition – abgetan als pure Symbolik.

Nicht links, sondern grün ist offenbar vorbei. Nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus geschäftlichen Motiven. Auch das sollte man bei Bill Gates bedenken als Seismometer tektonischer Verschiebungen in der Wirtschaft. Was Gates mit Söder verbindet, das ist das opportunistische Näschen; was sie trennt, das ist das Investment in tagespolitische Vorgänge. Philanthropie ist ein Codewort für Zukunftstransaktionen.

Wie das in der Vergangenheit funktioniert hat? Wenn der CO2-Abdruck groß ist, dann braucht es Firmen und Technologien, die diesen Fußabdruck auflösen. Ein Wirtschaftszweig entsteht, in den man von Anfang an investieren kann, bevor Hype und Boom die Aktienkurse in die Höhe schnellen lassen. Anders als in Deutschland viele glauben, ist der grüne Trend eben keine Dekadenz, sondern Geschäft – in vielerlei Hinsicht auch auf dem Rücken des Steuerzahlers, der über Subventionen diese Eco-Bubble unterstützt.

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