machtgierig – skrupellos – korruptionsaffin
Jens Spahn, seit zwei Monaten als Unions-Fraktionschef im Berliner Polit-Zirkus wieder in der ersten Reihe unterwegs, bekommt eine Galgenfrist. Die Wahl von drei neuen Richtern am Bundesverfassungsgericht soll verschoben werden – aber nicht etwa, weil die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf eine radikallinke Ideologin ist, die Ungeborenen die Menschenwürde und Ungeimpften die Grundrechte abspricht und kein Problem damit hat, die größte Oppositionspartei zu verbieten. Sondern weil wie auf Bestellung in letzter Minute Plagiatsvorwürfe gegen die juristische Linksaktivistin aufgetaucht sind.
Das erspart Jens Spahn vorerst die unangenehme Aufgabe, seine Fraktion zu einem Verrat am letzten programmatischen Restbestand zu verdonnern, der selbst in der lobotomierten Merz-Union noch zu vielen zu sehr gegen den Strich geht. Spahn hätte es selbstredend trotzdem getan, denn sein Verbleiben im Amt hängt davon ab, und das steht für einen CDU-Karrieristen seines Schlages noch allemal über der Treue zu Programm, Werten und Wahlversprechen.
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