Da war Thorsten Frei mal wieder etwas zu voeilig: Eine „hoch versierte Juristin“ sei doch die Professorin Frauke Brosius-Gersdorf, die von den Sozis auf Biegen und Brechen als Systemveränderungs-U-Boot im Bundesverfassungsgericht plaziert werden soll. Die Plagiats-Vorwürfe gegen die juristische Links-Aktivistin seien „entkräftet“, der Ärmsten sei „Unrecht getan“ worden, und dergleichen Liebedienereien mehr verschickte der geschmeidige Badener noch vor zwei Wochen aus dem Kanzleramt, dem der Merz-Intimus als „Bundesminister für besondere Aufgaben“ vorsteht.
Dumm nur, dass die Plagiatsvorwürfe inzwischen sogar noch erhärtet wurden, bis hin zu dem Verdacht, dass Professoren-Ehegatte Hubertus Gersdorf die Dissertation seiner Doppelnamen-Frau aus der eigenen Habilitationsschrift gebastelt haben könnte. Die Versicherung, die Doktorarbeit „ohne fremde Hilfe“ angefertigt zu haben – offenkundig ein Meineid. Von Rechts wegen müssten damit nicht nur der Doktor-, sondern auch der Professorentitel futsch sein, sofern die bewährten linken Netzwerke nicht dafür sorgen, dass es schon nicht zum Äußersten kommt.
Von den sonstigen extremen Positionen der beiden linksaktivistischen Juristinnen auf dem SPD-Richtertableau ganz zu schweigen, über die redet auch Thorsten Frei gar nicht erst. Sein Job ist jedenfalls nicht einfacher geworden: Die Unions-Truppe dahin zu bringen, dass sie sozialdemokratische Zumutungen möglichst geräuschlos schluckt, um seinem Chef Friedrich Merz den Kanzler-Job so lange wie möglich zu sichern.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











