Geheimnisse aus dem Maschinenraum der rechtsextremen Schmutzkampagne

vor 12 Monaten

Geheimnisse aus dem Maschinenraum der rechtsextremen Schmutzkampagne
Bildquelle: Apollo News

Jajaja, ich weiß, zu Brosius-Gersdorf ist alleine auf unserer Seite schon alles gesagt worden. Ich will eigentlich auch gar nicht wieder damit anfangen. Das haben meine Kollegen schon gut erledigt. So gut, dass wir uns in den letzten Tagen ordentlich Street Credibility aufgebaut haben. In der ganzen Medienlandschaft hat man nun von uns gehört, von den Parteizentralen, über die Öffentlich-Rechtlichen, bis hin zu den ganzen Hauptstadt-Redakteuren der „etablierten“ Presse, die massiv Social Media süchtig zu sein scheinen.Ob man uns nun fürchtet oder uns als „jungbrutalgutaussehend“ beschreibt, wie der Kollege Don Alphonso von der Welt. Wir sind jetzt wer. Der Ursprung allen Übels, die Schattenmänner hinter der Kampagne, die Zerstörer, cooler als die Junge Union – suchen Sie sich etwas aus. Und so sehr man sich auch über Lob freut, ist es doch die Panik der linken Journalisten und Politiker, die die letzten Wochen wirklich versüßen. Sie zeigt das Ausmaß ihres Machtverlustes. Und warum sie so leicht abzuhängen waren. Denn wenn der Deutschlandfunk eine Grafik veröffentlicht, in der er fein säuberlich und faktengecheckt nachzeichnet, dass wir es waren, die diese Story als erste hatten, dann verletzt uns das doch nicht. Dann werden die Champagnerflaschen geöffnet.

Vor einer Woche habe ich hier nochmal darauf hinweisen müssen, dass wir die Story zuerst hatten, das haben ja gleichzeitig noch andere von sich behauptet. Jetzt bekommen wir beitragsfinanzierte Werbung. Man kommt bei den ganzen Nennungen gar nicht mehr hinterher. Dass der Neuköllner SPD-Bundestagsabgeordnete Hakan Demir auf Instagram unseren Chefredakteur als Kopf der rechten Männerverschwörung gegen Brosius-Gersdorf dargestellt hat – mit ausgearbeiteter Grafik und viel Mühe – haben wir nur durch Zufall mitbekommen. Wer weiß, was da noch alles für steuerfinanzierte Werbung für uns herumgeistert.

Mich persönlich bringt das jetzt schon in eine schwierige Lage, denn was macht man, wenn man über Nacht so erfolgreich wird? Was ist das richtige Maß an Dekadenz in unserer Situation? Fängt man da schon mit dem Koks an? Die Sache ist, dass das so unverhofft kommt. Es ist keine Recherche, an der wir monatelang gearbeitet haben. Mal zu schauen, was die Kandidaten für das BUNDESVERFASSUNGSGERICHT so für Positionen vertreten, ist so grundlegender klassischer Journalismus, dass man es schon fast als No-Brainer bezeichnen kann.

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