Medien, die die Regierung nerven, kritisieren und in Bedrängnis bringen, die die Abläufe im politischen Berlin so stören, wie es den Mächtigen nicht passt – die muss man zensieren und verbieten, bekennt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident. Daniel Günthers Presseverständnis könnte direkt aus der DDR stammen.
Bei Markus Lanz beschwerte sich Günther über „bestimmte Medien“. „Die treten auf und machen den Eindruck, als wäre das im Sinne der Meinungsfreiheit etwas, was man in diesem Land sagen darf. Und ich glaube, das ist einfach falsch.“ Es gäbe Medien, die es „nicht gut meinen mit unserer Demokratie“, so Günther. Das müsse die Politik verstehen und „nicht einfach so hinnehmen“.
Es war ein Offenbarungseid, den Günther am Mittwochabend bei Markus Lanz leistete. Völlig offen bekennt sich der CDU-Politiker zu aggressiver Zensur. Denn dass die Koalition oft ins Straucheln gerate – daran hätten „Nius und solche Portale“ Schuld.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











