Zehntausende Demonstranten ziehen aktuell durch die Straßen, um gegen die größten Parteien zu demonstrieren, die sie für rechts und ultrarechts halten. Die Plakate, die sie mit sich führen, offenbaren einen beklagenswerten Mangel an historischem Wissen – und legen den infantilen Charakter der Proteste bloß.
Eigentlich hatten von der Regierung finanziell gut ausgepolsterte Aktivisten der wie zum Hohn „Nichtregierungsorganisationen“ (NGOs) genannten linken Gruppen im Lande genügend Zeit, sich auf den Lagerwahlkampf vorzubereiten. Übermäßig Originelles ist trotz viel Tagesfreizeit nicht dabei herausgekommen.
Stunden und Tage grübelten die Berufsdemonstranten über knackige Parolen für die Kameras ihrer Brüder und Schwestern im Geiste bei den öffentlich-rechtlichen Medien, doch die Ergebnisse spiegeln dann doch nur ihren trüben Geisteszustand wider. So naheliegend wie abgedroschen sind Wortspiele à la „Iden des Merz“, aber März und Merz, das geht immer: „Nicht jeder Merz bringt Frühlingsgefühle“, „Für einen März ohne Merz“ oder „Kein Merz im Februar“ (ehrlicherweise gleich mit dem Bekenntnis „Auch sonst nicht …“ garniert).
Wenn sich Frühlingsgefühle nur bei Robert Habeck einstellen ...
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