Die Deutsche Bahn will ihre Busflotte modernisieren und greift dabei in großem Umfang auf Elektrofahrzeuge aus chinesischer Produktion zurück. Dieser Schritt sorgt innerhalb der Branche für erheblichen Unmut. Besonders die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) reagiert empört auf die Entscheidung des bundeseigenen Unternehmens, berichtet der Spiegel.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Vergabeverfahrens soll der chinesische Hersteller BYD einen umfangreichen Zuschlag erhalten haben. In einem der ausgeschriebenen Lose ist von rund 700 Bussen die Rede, insgesamt geht es um mehrere Tausend Fahrzeuge. Neben BYD kamen auch „Zhongtong Bus“ sowie „MAN“ zum Zuge. Die Bahn selbst weist diese Größenordnung zwar zurück, nennt jedoch keine alternativen Zahlen und verweist auf das noch laufende Verfahren. Es handele sich um europaweite Ausschreibungen für mehrjährige Rahmenverträge, teilte ein Sprecher mit. Die Vergaben an BYD und Zhongtong erfolgten über deren europäische Tochtergesellschaften.
Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)
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