Nach den Protesten gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ hat Gießens Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD) die Demonstrationen in einer Pressemitteilung der Stadt äußert positiv bewertet. In der Stadt war es am Samstag zu Blockaden, Angriffen auf Einsatzkräfte, Übergriffen auf Journalisten sowie einem tätlichen Angriff auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Julian Schmidt gekommen.
Becher erklärte: „Gießen hat nicht gebrannt, sondern geleuchtet – durch die vielen Augen derer, die auf die Straßen gegangen sind und fröhlich und friedlich ihre Unterstützung unserer Demokratie gefeiert und ihrer Sorge vor einem Rechtsruck Ausdruck verliehen haben.“ Dies sei „das, was uns von diesem Tag in Erinnerung bleiben sollte“. Weiter sagte er, „Eine Gemeinschaft, die sie trägt, die uns trägt und die Botschaft in die Republik ruft: Wir sind mehr. Wir sind die Mehrheit.“
Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 25.000 Menschen an den Protesten. Bereits am frühen Morgen hatten Demonstranten mehrere Zufahrtswege zur Hessenhalle blockiert. Dabei kam es laut Polizei zu Stein- und Flaschenwürfen auf Einsatzkräfte sowie zum Einsatz von Pyrotechnik. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Pfefferspray und unmittelbaren Zwang ein. Bei Auseinandersetzungen wurden insgesamt mehr als 50 Polizisten leicht verletzt
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