Gold-Rally geht weiter – Trump macht Ernst mit Zöllen – Dax mit neuem Rekord

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Gold-Rally geht weiter – Trump macht Ernst mit Zöllen – Dax mit neuem Rekord
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Goldanleger können sich freuen. Der Preis für das gelbe Metall ist in dieser Woche auf ein neues Rekordhoch von 2942 US-Dollar die Unze geklettert. Das ist ein Plus von rund zehn Prozent allein in diesem Jahr. Dabei legte die Notierung schon 2024 um 27 Prozent zu. Gold gehörte damit zu den Anlageklassen mit der besten Wertentwicklung. Nur 2010 gab es mit knapp 30 Prozent eine höhere Jahresrendite. Von den traditionell drei wichtigsten Käufergruppen für Gold – dem Einzelhandel, den institutionellen Anlegern und den Zentralbanken – waren im vergangenen Jahr speziell die Notenbanker sehr aktiv. Auch 2025 dürften die Währungshüter als wichtige Preistreiber fungieren. So kündigte vor knapp neun Monaten knapp ein Drittel der Zentralbanken in einer Umfrage an, auch in den kommenden zwölf Monaten Gold kaufen zu wollen.

Donald Trump hat am Donnerstag seine Ankündigung wahr gemacht und Handelsminister Howard Lutnick beauftragt, bis zum 1. April zu prüfen, wie sogenannte reziproke Importzölle gegen viele Länder umgesetzt werden können. Trump will besonders gegen Staaten vorgehen, die einen hohen bilateralen Überschuss mit den USA erzielen und die ihrerseits mit Handelshürden (deshalb reziproke Zölle) arbeiten.

„Es fällt nicht schwer, die täglichen Drohungen des amerikanischen Präsidenten primär als Lärm zu betrachten. Trump poltert, seine Verhandlungspartner schenken ihm einen raschen, symbolischen Sieg – und der Sturm zieht weiter“, kommentierte am Freitag die „Neue Zürcher Zeitung“. Entsprechend gelassen haben Investoren bislang auf die handelskriegerische Rhetorik von Trump reagiert. Die Tragweite der Veränderungen, die von Washington vorangetrieben werden, sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Hinter der Lärmkulisse dürfte etwas viel Größeres in Arbeit sein.

Aus der Perspektive des Investors muss eine solche Neuordnung des Prioritäten nicht schlecht sein. Besonders Europa wird erhebliche Auswirkungen zu spüren bekommen. Denn mittlerweile haben alle bemerkt, dass die Richtung des „EU-Green-Deal“ in die falsche Richtung weist. Zumindest ist Olaf Scholz’ Ankündigung eines neuen Wirtschaftswunders verpufft. Vor knapp zwei Jahren hatte der Kanzler vollmundig angekündigt: „Wegen der hohen Investitionen in den Klimaschutz wird Deutschland für einige Zeit Wachstumsraten erzielen können, wie zuletzt in den 1950er und 1960er Jahren geschehen.“ Jetzt verzeichnet er in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung tiefe Spuren der Deindustrialisierung.

China ist zu einem ernsthaften Konkurrenten bei Produkten wie Autos, Maschinen und Chemikalien geworden, die zu den wichtigsten deutschen Exportgütern gehörten. Hohe Energiekosten beeinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Demografie, Dekarbonisierung und drohende Handelskriege kommen hinzu.

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