Grüne Panzer, nachhaltige Bomben – der nächste Etikettenschwindel aus Brüssel

vor 6 Monaten

Grüne Panzer, nachhaltige Bomben – der nächste Etikettenschwindel aus Brüssel
Bildquelle: Tichys Einblick

Nachhaltigkeit ist eins der durch übermäßigen Gebrauch von jeder Bedeutung befreiten Wieselworte. Nachhaltig sollen, so der moralisch hochwertige Vorsatz der EU-Kommission, Banken, Versicherungen und der betreute EU-Bürger investieren. Das soll durch den European Green Deal geschehen. So will die EU-Kommission die Klimaneutralität bis 2050 erreichen. Mindestens 1 Billion Euro sollen, mit Schwerpunkt auf sauberen Technologien, erneuerbaren Energien und Kreislaufwirtschaft, mobilisiert werden. Wichtige Instrumente sind die EU-Taxonomie, die nachhaltige Investitionen definiert und lenkt.

Doch was die EU ihren Bürgern als grünes Gewissen verkauft, entpuppt sich immer öfter als moralisch aufpolierter Etikettenschwindel. Das jüngste Bespiel: Fast 50 Milliarden Euro aus sogenannten nachhaltigen Fonds stecken heute in der Rüstungsindustrie. Panzer, Kampfjets und Munition – finanziert mit dem guten Gefühl, etwas fürs Klima getan zu haben.

Möglich macht das die EU-Verordnung zur „nachhaltigen Finanzwirtschaft“ (SFDR). Sie sollte Transparenz schaffen, wurde aber zur juristischen Gummiwand. Fonds dürfen sich selbst als „hellgrün“ oder sogar „dunkelgrün“ etikettieren – solange sie erklären, warum ihr Geschäftsmodell irgendwie, irgendwann, irgendwo nachhaltig sein soll. Verboten sind nur ein paar besonders geächtete Waffen. Der Rest bleibt erlaubt. Ergebnis: Rheinmetall, Airbus, MTU – alles dabei, alles grün gewaschen.

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