Nach den Belästigungsvorwürfen gegen den Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar, die sich mittlerweile als frei erfunden herausgestellt haben, zieht man im Kreisverband von Gelbhaar in Berlin-Pankow keine personellen Konsequenzen. Die beiden Kreisvorsitzenden Maren Bergschneider und Nicola Scharioth wurden von der Jahreshauptversammlung für zwei Jahre wiedergewählt. Ebenso diejenigen Vorstandsmitglieder, die sich für eine erneute Amtszeit beworben haben.
Nach Informationen des Tagesspiegel war Stefan Gelbhaar und die Affäre um ihn kein Thema bei der Sitzung. Dabei haben die beiden Kreisvorsitzenden Gelbhaar nach Bekanntwerden der Vorwürfe dazu aufgefordert, auf seine Direktkandidatur in dem Wahlkreis, den er 2021 selbst gewinnen konnte, zu verzichten. Da Gelbhaar nicht dazu bereit war, wurde er von der Mitgliederversammlung abgewählt. Anstelle von Gelbhaar wurde Julia Schneider für den Wahlkreis aufgestellt. Schneider konnte den Wahlkreis am 23. Februar gewinnen und tritt damit das Erbe von Gelbhaar im Bundestag an.
Neben Schneider profitierte auch der Habeck-Vertraute Andreas Audretsch von der Intrige gegen Gelbhaar. Aufgrund der Vorwürfe, die kurz vor dem Parteitag zur Aufstellung der Landesliste bekannt wurden, zog Gelbhaar seine Kandidatur für den sicheren zweiten Listenplatz zurück, sodass Audretsch ohne Gegenkandidat den Platz bekam.
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