Gleich vorweg, werte „Tagesschau“-Redaktion: Ich glaube euch kein Wort (ich duze euch jetzt mal, ihr seid ja für moderne Sprache).
Ihr habt die „Tagesschau“-Anrede geändert, weil „die Zuschauer es so wollten“. Bis zum 21. November hieß es: „Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur Tagesschau“ am Beginn jeder Sendung. Jetzt heißt es nur noch unpersönlich „Guten Abend“. Lohnt es, sich darüber aufzuregen, mögen manche fragen. Und: Was 30 Jahre gut war, muss nicht immer gut bleiben, könnte man meinen. Ich sage es – in aller Bescheidenheit – mit Goethe aus dem Schauspiel Torquato Tasso: „Man merkt die Absicht und man ist verstimmt.“
Constantin Schreiber, seit 2021 bei der Tagesschau, folgt ebenfalls der neuen Sprachregel.
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