Der scheidende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat bei Markus Lanz im ZDF am Dienstagabend die drastischen Freiheitseinschränkungen während der Corona-Jahre verteidigt. Die Maßnahmen, die auch von seiner Landesregierung getragen wurden, seien laut Kretschmann gerechtfertigt gewesen.
„Da habe ich mir echt nichts vorzuwerfen. Das muss ich klipp und klar sagen“, so der Grünen-Politiker. Ich werde oft aufgefordert, mich zu entschuldigen. In der Situation habe ich richtig gehandelt“, sagte Kretschmann in der Sendung. „Hinterher ist man immer schlauer“, ergänzte er jedoch sogleich. Kretschmann forderte damals gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) unter anderem eine allgemeine Corona-Impfpflicht.
Gegenüber dieser Forderung räumte er jedoch retrospektiv ein, sich geirrt zu haben. „Nach drei Wochen war der Artikel falsch. Man kann nicht für eine Impfpflicht eintreten, wenn die nicht wirklich richtig gut wirkt“, sagte Kretschmann. Da die damaligen Corona-Impfstoffe jedoch nicht hundertprozentig gewirkt und auch nicht vor Ansteckung geschützt hätten, sei die Debatte über eine allgemeine Impfpflicht obsolet geworden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











