Die Doktorarbeit von Robert Habeck steht in der Kritik: Habeck habe sich einer systematisch falschen Quellenarbeit schuldig gemacht, lautet der Vorwurf eines Plagiatsberichts von „Plagiatsjäger“ Dr. Stefan Weber. Teil Habecks Verteidigungsstrategie ist eine äußerst fragwürdige Personalie: Habeck ließ sich von einem Klimawissenschaftler der Leopoldina-Akademie in Schutz nehmen, der ein politisch inniges Verhältnis zu den Grünen pflegt.
Am Montagmorgen kam Robert Habeck der Veröffentlichung eines NIUS exklusiv vorliegenden Plagiatsberichts mit einer Stellungnahme zuvor, die eine Reihe ebenso fragwürdiger wie merkwürdiger Behauptungen enthielt. Ziel von Habecks offensiver Flucht nach vorn war es, die erwarteten Täuschungsvorwürfe gegen ihn aufgrund seiner Doktorarbeit zu entkräften. Demnach habe die Ombudsstelle der Universität Hamburg „die Vorwürfe entkräftet und bestätigt, dass kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegt“, so Habeck auf X.
Der Kanzlerkandidat fügte hinzu: „Ich habe auch den Präsidenten der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, um eine Einschätzung gebeten. Auch er hat keine Zweifel an der Eigenständigkeit der wissenschaftlichen Arbeit.“
Deren Präsident heißt Gerald H. Haug und ist ein sogenannter Paläoklimatologe, also ein Natur- und Klimawissenschaftler, außerdem ein bekannter Freund der Grünen. Die politische Nähe scheint der Hauptgrund für Habeck gewesen zu sein, auf Herrn Haug zuzugehen, aus demselben fachlichen Bereich kommen die beiden schließlich nicht, promovierte Habeck doch in Literaturwissenschaft. 2019 lud Habecks Partei Herrn Haug zum „grünen Sommerfest“ ein.
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